"Die Eibe", so berichtet die Kräuter-Rosa, "ist der Baum des Todes, sie schützt Dich auf den Übergang in die Ewigkeit, deswegen wächst sie gerne auf Friedhöfen, den die Naturvölker wußten von der anderen Ebene. Die Erde hüllt Deinen Körper in den Mantel der Erde ein, sie ist zuständig, den Körper zu reinigen, der alt, gebrechlich, krank und schwach geworden ist. Er wird zur Erde ohne Verwesung zurückkehren, unser Körper. Unser Geist kehrt zu Gott zurück.

Die Seele wird von der Eibe auf ihrer Reise in die andere Welt beschützt. Im Christentum ist die Eibe das Zeichen der Auferstehung  Christi nach der Kreuzigung. Früher hat man einen Eibenzweig auf's Bett des Sterbenden gelegt und die Eibe gebittet, ihn mitzunehmen, den Zweig nahm man in den Sarg mit. Wenn zwei sich so innig lieben, daß sie bis zum Lebensende beisammen bleiben, sollten sie unter die Eibe gehen und Eins werden mit ihr, und im Eins sein sich das wünschen."

"Jesus am Ölberg sprach mit seinem Vater im Himmel mitten unter den Eiben. Er wußte, wohin er geht nach seinem Kreuztod. Er bat die Eibe, ihn zu begleiten, er stieg hinab in das Reich des Todes. Am dritten Tag auferstanden vom Reich der Toten, aufgefahren in den Himmel - er sitze zur Hand Gottes des allmächtigen Vaters und von dort wird er kommen, zu richten der Lebenden und der Toten.
Die Eibe ist der Baum der Auferstehung und der Ewigkeit."